ZI-Logo
DMP - Disease Management Programme
Sie sind hier: Home > DMP > Brustkrebs
[Seite drucken]

DMP Brustkrebs

Seit März 2003 können Ärzte ihre Teilnahme an dem Disease Management Programm Brustkrebs erklären und Patientinnen einschreiben. Grundlage hierfür ist der Vertrag zwischen der KV Nordrhein und den nordrheinischen Krankenkassen.
>> DMP-Vertrag für Brustkrebs

Definition und Prävalenz des Brustkrebs

Als Brustkrebs werden invasive, d.h. in das Gewebe eindringende bösartige Tumoren bezeichnet, die in der Regel das obere äußere Viertel der Brust befallen, die das meiste Drüsengewebe enthält.
Es lassen sich vom Milchgang ausgehende (duktale Karzinome) und vom Drüsenlappen ausgehende (lobuläre) Tumore unterscheiden. Zu den noch nicht bösartigen Vorstufen des Brustkrebs zählen entsprechend dieser Zuordnung das intraduktale sowie das lobuläre Karzinoma in situ.

Die Prävalenz der Erkrankung wird entsprechend der Angaben aus dem Saarländischen Krebsregister auf 0,9% der weiblichen Bevölkerung geschätzt.

Ziele des DMP Brustkrebs

Die Ziele sind im DMP Brustkrebs:

  • eine einheitliche, leitlinienorientierte medizinische Versorgung zu gewährleisten
  • den operativen Standard insbesondere durch eine nachhaltige Senkung der Anzahl der Mastektomien zu verbessern
  • den Standard der adjuvanten Therapie zu verbessern
  • die Patientinnen, bezogen auf ihren Krankheitsfall und unter angemessener Berücksichtigung ihres Lebensumfeldes, während des Behandlungsprozesses zu begleiten
  • sie durch gezielte, patientinnenorientierte qualitativ gesicherte Informationen aufzuklären
  • die Lebensqualität der Patientinnen zu verbessern
  • durch ein strukturiertes Begleitungs- und Beratungsangebot im psychosozialen Bereich eine bessere Verarbeitung der individuell empfundenen Gesundheitsgefährdung zu ermöglichen sowie eine
  • umfassende Nachsorge, insbesondere im Hinblick auf die physische, psychische und psychosoziale Rehabilitation zu gewährleisten

Teilnahme am DMP Brustkrebs

Für die Einschreibung wird ein histologischer Nachweis eines Mammakarzinoms bei Erstmanifestation oder bei einem Rezidiv vorausgesetzt.
Verläuft die Erkrankung fünf Jahre nach Beginn der Primärtherapie rezidivfrei, endet die Teilnahme am DMP. Tritt dagegen innerhalb dieses Zeitraums ein Rezidiv auf, kann eine Neueinschreibung erfolgen.
Eine Patientin sollte von einer Einschreibung profitieren und aktiv an dem DMP teilnehmen, eine Einschreibung in andere Disease Management Programme ist möglich.
Als koordinierender Arzt sind an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe vorgesehen. Darüber hinaus kann diese Aufgabe in Ausnahmefällen und auf Wunsch der Patientin durch Vertragsärzte wahrgenommen werden, die an der hausärztlichen Versorgung teilnehmen.

Beteiligungen am Brustkrebs in der KV Nordrhein

Derzeit nehmen am DMP Brustkrebs Ärzte, Praxen, 41 Krankenhäuser und Patientinnen teil (Stand: 2013).


Abbildung: Aktuell dokumentierte Patienten und teilnehmende Ärzte pro Quartal
Copyright © 2007 Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland